Die intelligente Einbindung der Elektromobilität in die Mobilitäts-, Energie- und Logistikinfrastrukturen als Wegbereiter für die Energiewende steht im Mittelpunkt des diesjährigen Innovations(t)raumes am 27./28.6.2017 in Berlin. Dort werden u.a. Projektergebnisse des Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität III“ vorgestellt. Dazu zählt auch das iHUB-Projekt mit seinen Forschungsschwerpunkten  

Über ein Telemetriesystem erfassen elektromobile Marktneuheiten wie die vollelektrische Sattelzugmaschine von FRAMO (Abb. links) neben Fahrdaten u.a. auch Batteriedaten und leiten diese an zentrale Server zur optimierten Tourenplanung, Fuhrparksteuerung oder Alterungsprognose weiter. So können Routenanalysen einfach erstellt und bspw. Batterieladezustände (SOC, state of charge) georeferenziert visualisiert werden (Abb. rechts).

 

 


 

 

 

Zum nunmehr zweiten Mal trafen sich am 14.6.2017 im Essener Haus der Technik über 50 Branchenexperten innovativer Logistikdienstleister, Elektrofahrzeughersteller und begleitender Forschung auf dem „Anwendertag Elektrischer Lieferverkehr“ zum anregenden Erfahrungsaustausch über aktuelle Herausforderungen des elektrischen Lieferverkehrs. Neben dem diesjährigen Schwerpunkt Finanzierung und Beschaffung rankten sich die teils kontrovers geführten praxisnahen Debatten um neue technische Entwicklungen: „Einsatzhindernisse wie nach wie vor zu hohe Batteriepreise lassen sich durch geeignete technische Maßnahmen wie Alterungsprädiktion zumindest ökonomisch planbar gestalten“ legt Claudius Jehle, Fraunhofer-Gruppenleiter Speicher und Wandler und iHUB-Projektpartner dar. Fraunhofer IVI zeigt sich mit seinem Batterieferndiagnosesystem IVIMon damit gut gerüstet für die zukünftigen Branchenanforderungen der Elektrologistik.


 

 

 

Nach einer mehrmonatigen Praxis-Testphase im Rahmen des iHub-Projektes sind nun die Versuchsfahrten mit dem 7.5 t zemisec–Fahrzeug am Berliner DB-Schenker Standort erfolgreich absolviert. Es schließt sich nun eine Bewertung der aufgezeichneten Fahrdaten an, insbesondere von Interesse ist dabei das Verhalten der Batterie auch bei niedrigen Temperaturen. Die Rückmeldung der Fahrer zum täglichen Fahrverhalten ist vielversprechend: Nach anfänglicher Reichweitenskepsis wollten sie ihr Fahrzeug kaum mehr zurückgeben.