Auf Berlins Straßen ist er nun seit Februar 2018 unterwegs, der neue Framo-Elektro-Lkw. Eingebunden in die täglichen Betriebsabläufe der DB Schenker AG fährt der 12-Tonner seine täglichen Zustelltouren. Begleitet wird der Fahreinsatz von einer neuen E-Truck-Navigation sowie einem umfangreichen Messprogramm: Von besonderem Interesse sind die Batteriedaten. Sie werden in Echtzeit erfasst, übertragen und ausgewertet. Geeignete mathematische Algorithmen ermitteln wichtige Kenngrößen des täglichen Einsatzes sowie Aussagen zur Batteriebelastung.

 


 

Die intelligente Einbindung der Elektromobilität in die Mobilitäts-, Energie- und Logistikinfrastrukturen als Wegbereiter für die Energiewende steht im Mittelpunkt des diesjährigen Innovations(t)raumes am 27./28.6.2017 in Berlin. Dort werden u.a. Projektergebnisse des Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität III“ vorgestellt. Dazu zählt auch das iHUB-Projekt mit seinen Forschungsschwerpunkten  

Über ein Telemetriesystem erfassen elektromobile Marktneuheiten wie die vollelektrische Sattelzugmaschine von FRAMO (Abb. links) neben Fahrdaten u.a. auch Batteriedaten und leiten diese an zentrale Server zur optimierten Tourenplanung, Fuhrparksteuerung oder Alterungsprognose weiter. So können Routenanalysen einfach erstellt und bspw. Batterieladezustände (SOC, state of charge) georeferenziert visualisiert werden (Abb. rechts).

 

 


 

 

 

Zum nunmehr zweiten Mal trafen sich am 14.6.2017 im Essener Haus der Technik über 50 Branchenexperten innovativer Logistikdienstleister, Elektrofahrzeughersteller und begleitender Forschung auf dem „Anwendertag Elektrischer Lieferverkehr“ zum anregenden Erfahrungsaustausch über aktuelle Herausforderungen des elektrischen Lieferverkehrs. Neben dem diesjährigen Schwerpunkt Finanzierung und Beschaffung rankten sich die teils kontrovers geführten praxisnahen Debatten um neue technische Entwicklungen: „Einsatzhindernisse wie nach wie vor zu hohe Batteriepreise lassen sich durch geeignete technische Maßnahmen wie Alterungsprädiktion zumindest ökonomisch planbar gestalten“ legt Claudius Jehle, Fraunhofer-Gruppenleiter Speicher und Wandler und iHUB-Projektpartner dar. Fraunhofer IVI zeigt sich mit seinem Batterieferndiagnosesystem IVIMon damit gut gerüstet für die zukünftigen Branchenanforderungen der Elektrologistik.